Anwalt für Darknet und Drogen

In den meisten Fällen wird bei Anfangsverdacht der Bestellung von Drogen im Darknet ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz beziehungsweise Bannbruch nach § 372 Abgabenordnung. Das sind die Fälle für Ihren Anwalt für Darknet und Drogendelikte.
Eine Verurteilung wegen Verstoßes gegen das BtMG hat viele negative Konsequenzen, insbesondere das zwingende Verbot nach § 25 I 1 Nr. 4 JArbSchG Jugendliche zu beschäftigen, nach § 1 JArbSchG zu beaufsichtigen, anzuweisen, auszubilden und mit der Beaufsichtigung, Anweisung oder Ausbildung von Jugendlichen beauftragt zu werden. Außerdem erfolgt ein BtM Eintrag im Bundeszentralregister.

Ein Ermittlungsverfahren wegen einer Bestellung im Darknet bietet einige Verteidigungschancen. Grund dafür ist die im Tor-Netzwerk herrschende Anonymität. Im Folgenden erläutern wir, wieso Sie im Falle eines Ermittlungsverfahrens einen Anwalt für Darknetkriminalität beuftragen sollten.




Was unsere Darknet Anwälte auszeichnet

  • Wir sind Spezialisten im Betäubungsmittelstrafrecht. Unsere Referenzen und Erfolge sprechen für sich.
  • Wir haben die Erfahrung aus langjähriger Strafverteidigung in Darknetfällen. Dadurch sind wir dem einzelnen Staatsanwalt oft überlegen und können eine Einstellung im Ermittlungsverfahren erreichen.
  • Wir verfügen über die technische Expertise, der Staatsanwaltschaft als Anwalt für Darknet jederzeit einen Schritt voraus zu sein.
  • Wir verfügen über Anwälte für Darknet und BtM, die kurzfristig in der Lage sind, bundesweit schlagkräftig zu verteidigen.
  • Durch unsere Spezialisierung auf Betäubungsmittelstrafrecht können wir in diesem Rechtsgebiet sehr effizient arbeiten.
  • Wir kennen die Schwachstellen der kriminalpolizeilichen Ermittlungsverfahren.
  • Wir verfügen über viel Erfahrung in Strafverteidigung in Ermittlungsverfahren der Zollbehörden.
  • Wir kennen die einschlägige Rechtsprechung vom kleinsten Amtsgericht bis zu Grundsatzentscheidungen der obersten Gerichte.

Was ist das Darknet?

Umgangssprachlich bezeichnet das Darknet das Tor-Netzwerk. Surft der Nutzer mit einem Tor-Browser im Tor-Netzwerk, bleibt er nahezu völlig anonym und hinterlässt praktisch keine Spuren.
Darknet bezeichnet ein Peer-to-Peer-Overlay-Netzwerk, dessen Teilnehmer ihre Verbindungen untereinander manuell herstellen. Im Tornetzwerk baut der Torclient bei jeder Anfrage eine neue Verbindung über zufällige Knotenpunkte auf. Die Daten werden zum Beispiel im Tornetzwerk zwischen den Knotenpunkten verschlüsselt übertragen und jeder TOR-Knotenpunkt „kennt“ nur den nächsten Knotenpunkt. So wird die Netzwerkverbindung vom Entry-Point zum Exit-Node nahezu unmöglich zurückzuverfolgen.

Kriminalität im Darknet

Einer Studie aus dem Jahr 2016 zufolge bieten über die Hälfte aller Seiten, die nur über den Tor-Browser verfügbar sind, illegale Inhalte an(1). Bekannt wurde das Darknet als Schwarzmarkt einer breiten Massen mit der Plattform Silk Road. Auch heute noch fungieren viele Darknetplattformen wie Silk Road als vollwertige e-Commerce-Plattformen sogar mit Verkäuferbewertungen. Angeboten werden hauptsächlich Betäubungsmittel und Arzneimittel aber auch Waffen, Kinderpornografie und zum Beispiel Ausweisdokumente. Die Bezahlung erfolgt über Kryptowährungen, vor Allem Bitcoin.

Strafrechtliche Ermittlungsverfahren wegen Darknetbestellung

Die Bestellung von Betäubungsmitteln im Darknet hat mehrere Schwachstellen. Die beiden größten Risikofaktoren für den Besteller sind die Daten und die physische Sendung:

Anwalt für Darknet - Zoll

Bestelldaten des Darknet

Die Daten sind über den Tor-Browser und das Tor-Netzwerk zwar bestens geschützt, Schwachpunkt bildet aber der Rechner am Exit-Node. Die Daten können bei der Übertragung noch so gut geschützt sein wenn die Daten auf dem Zielrechner nicht perfekt geschützt sind. Die auf dem Rechner des Händlers gespeicherten Daten sind je nach technischem Aufwand von den kriminaltechnischen Labors entschlüsselbar. Wird der Darknethändler Durchsucht und wurden vor Ort an dessen Rechner die Daten der Besteller nicht ausreichend verschlüsselt, besteht höchste Gefahr für die Besteller. Davon den Ermittlungsbehörden international zusammengearbeitet wird, ist ein Ermittlungsverfahren gegen den Besteller häufige Folge. Wurde derselbe Username verwendet, werden auf diese Art in manchen Fällen sämtliche Bestellungen aufgedeckt. Folge ist ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz beziehungsweise wegen Bannbruch. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollten Sie einen Anwalt für Darknet beuftragen.

Lieferung von Drogen aus dem Darknet

Der zweite Schwachpunkt ist die Lieferung der Betäubungsmittel. Irgendwie muss die Lieferung zum Empfänger gelangen. Die komplette Strecke ist hier hoch riskant. Schon bei Einwerfen in den Briefkasten werden vergleichsweise häufig Mitarbeiter der Händler gefasst. Damit fallen zwangsläufig auch sämtliche Sendungen mit illegalen Inhalten und Namen und Adressen der Empfänger den Ermittlungsbehörden in die Hände. Diese Zugriffe finden meist in den Niederlanden statt und der deutsche Zoll beziehungsweise die Polizei leitet Ermittlungsverfahren gegen die in Deutschland ansässigen Besteller ein.

Nächster riskanter Teil der Lieferung ist die Bearbeitung der Sendungen beim Grenzübertritt. Verdächtige Sendungen werden im Versandzentrum der Post untersucht und Stichproben unterzogen. Wird der Zoll hier fündig, ist ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz die Folge. Meist erhält der Beschuldigte dann einen Anhörungsbogen vom Hauptzollamt.

Folgen im Ermittlungsverfahren:

In vielen Fälle erfolgt eine Hausdurchsuchung beim mutmaßliche Besteller. Ziel ist es, weitere Hinweise auf Straftaten gegen das BtMG zu finden und vor Allem auch, Datenträger, Rechner und Mobiltelefone des Beschuldigten auszuwerten um so Bestellungen nachweisen zu können. Ab Fällen mittlerer Schwere verfolgen die Ermittler auch das Ziel, dem Beschuldigten selbst Handeltreiben mit Betäubungsmitteln nachzuweisen und wiederum dessen Abnehmer zu überführen.

In Ausnahmefällen erfolgt auch eine Telekommunikationsüberwachung beim Beschuldigten.

In vielen Fällen wird der Postkasten beziehungsweise die Packstation dann observiert um den Beschuldigten eindeutig zu überführen.

Wenn Sie einen Anhörungsbogen vom Zoll erhalten haben, setzen Sie sich schnellstmöglich mit Ihrem Anwalt für Darknet in Verbindung.

Anwalt Darknet - Anhörungsbogen
Anwalt Darknet - Ermittlungsverfahren Zoll

Grobe Verteidigungslinien des Anwalts für Darknet:

  • Es gibt eine Reihe von Rechtsprechung einiger Gerichte dazu, dass die bloßen Daten eines Beschuldigten in Kundenkarteien von Händlern keine ausreichende Sicherheit für eine Verurteilung bieten.
  • Dass Bestellungen getätigt wurden, kann in Zweifel gezogen werden, wenn es sich um ein Mehrfamilienhaus handelt oder der Briefkasten offen zugänglich ist. Hier müssen Zweifel daran gesät werden, dass der Beschuldigte mit dem Besteller identisch ist.

Beide Verteidigungslinien stehen und fallen mit den weiteren Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden. Werden auf dem Rechner des Beschuldigten Onion Browser und einschlägige Bestelldaten gefunden, ist höchste Dringlichkeit gegeben. Dasselbe gilt, falls einschlägige Utensilien und weitere Betäubungsmittel gefunden werden. Wird zum Beispiel eine Bestellung von 500g Amphetamin aufgegriffen und werden beim Beschuldigten weitere Mengen Amphetamin, Konsumutensilien und Verpackungsmaterial gefunden, ist die Verteidigung durch einen Anwalt für Darknet-Delikte dringend erforderlich.

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7 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Hallo Herr Grunebwinkler,

    das Verfahren wurde mittlerweile eingestellt. Bitte löschen Sie doch den Beitrag oder verfälschen meinen Namen. Der Beitrag kommt als erstes wenn ich meinen Namen bei google eingebe

    Antworten
  • guten tag
    ich habe eine mitteilung von einem paketdienst in deutschland (für bestellungen von schweizer bürger, welche nicht in die schweiz geliefert weden)nahe der scheizer grenze, dass der deutsche zoll kontrollen macht und 2 briefe von mir konfisziert haben.

    Antworten
    • Rechtsanwalt Konstantin Grubwinkler, Dipl.-Jur. Univ.
      17. Dezember 2019 9:40

      Die Erfolgsaussichten einer Verteidigung in diese Fällen sind sehr gut. Voraussetzung ist, dass vom Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht wird.
      Sie können sich gerne direkt mit uns in Verbindung setzen: +4986547767333 oder mail@rgra.de

      Antworten
  • Guten Tag Herr Grubwinkler,
    nach langjährigem Auslandsaufenthalt fiel ich aus allen Wolken als ich kurz nach meiner Einreise eine Einladung zum Verhör erhielt. Ich werde nun beschuldigt 20g Marihuana bestellt zu haben. Ich solle 1000 € bezahlen oder mir drohe eine Verhandlung und noch höherer Strafe. Am liebsten würde ich einfach bezahlen um „meine Ruhe“ zu haben, allerdings befürchte ich weitere Anschuldigungen da ich von einer mir unbekannten Person beschuldigt wurde die Ihrerseits „erwischt wurde“. Woher genau mich der Beschuldiger kennt ist unklar, mein Name stand wohl auf einer art Liste im Internet. Die Anschuldigung ist kurios, die genaue Menge und sogar der THC_Gehalt der Droge sind dort festgehalten, es wurde aber gar keine Menge beschlagnahmt . Die Zahlung würde wohl einem Schuldgeständnis gleichkommen. Freue mich sehr über eine Rückmeldung.

    Antworten
    • Rechtsanwalt Konstantin Grubwinkler, Dipl.-Jur. Univ.
      8. September 2019 13:44

      Bei Internetbestellungen geht ein großer Teil der Rechtsprechung davon aus, dass die Reine Adresse in einer Liste oder eine beschlagnahmte Sendung alleine ohne Hinzutreten weiterer Umstände nicht für eine Verurteilung ausreicht. Die Erfolgsaussichten einer Verteidigung sind in diesen Fällen sehr hoch. In vielen vergleichbaren fällen, haben wir eine Einstellung des Ermittlungsverfahrens erreicht.
      Ich würde empfehlen, hier mindestens Einsicht in die Ermittlungsakten zu nehmen und die Verteidigungsaussichten zu prüfen.

      Antworten
  • Interessant, dass Sie so gut am Exit Node ansetzen können, um Täter zu überführen. Ich habe einen Fall im Darknet, den ich gerne verfolgen würde. Vielleicht werde ich mich mal an einen Fachanwalt für Strafrecht wenden, der sich mit dem Tor Browser auskennt.

    Antworten
    • Rechtsanwalt Konstantin Grubwinkler, Dipl.-Jur. Univ.
      15. Mai 2019 15:46

      Sie können gerne einen unverbindlichen Telefontermin mit mir vereinbaren: +4986547767333 oder uns den Fall in Textform schildern.

      Antworten

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